Kniegelenknahe Fraktur des Unterschenkels (Tibiakopffraktur)

Die sogenannte Schienbeinkopffraktur entsteht durch Kompression in der Längsachse oder durch hohe seitliche Belastung des Kniegelenkes. Auch hier zeigen sich neben Schwellung, Bluterguss und Flüssigkeit im Gelenk auch Schmerzen bei Belastung und eine Fehlstellung. Diese Frakturen zeigen nicht selten Kombinationsverletzungen mit Meniskusschäden, Kreuz- oder Seitenbandverletzungen.

Auch können Gefässe und Nerven mitbetroffen sein und ein Kompartmentsyndrom auftreten. Neben der üblichen klinischen Untersuchung und Röntgenbildern des Kniegelenkes wird eine Computertomographie zur Operationsplanung veranlasst. Eine Magnetresonanztomographie kann erforderlich sein zur Beurteilung der Weichteilstrukturen besonders wie Meniskus, Kreuz- und Seitenband.

Bei unklarer Gefässbeteiligung muss Angio CT zur Darstellung der Gefässdurchgängigkeit veranlasst werden. Frakturen die nicht relevant verschoben sind oder keine wesentliche Stufe im Gelenk (<2mm) haben können konservativ behandelt werden mit 15kg Teilbelastung für 8 Wochen. Sollte sehr viel Flüssigkeit im Gelenk (Bluterguss) vorhanden sein, kann hier eine entlastende Punktion Schmerzen reduzieren und die Beweglichkeit verbessern. Deutlich verschobene Frakturen oder solche mit ausgeprägten Stufen in der Gelenkfläche sollten operativ versorgt werden.

Hierbei muss häufiger auch das Gelenk geöffnet werden zur Stellungskontrolle. Alternativ kann auch in bestimmten Fällen eine zusätzliche Gelenkspiegelung („Arthroskopie“) ausreichen. In Anhängigkeit der Fraktur ist ein operativer Zugangsweg nur von der Innen- oder Aussenseite oder von beiden Seiten her notwendig. Eingedrückte Stempelfragment müssen auf Gelenkhöhe mit einem Stössel zurückgestösselt und anschliessend mit Knochen unterfüttert werden. Freie, querverlaufende Schrauben können hierbei das zurückrutschen des Stempelfragmentes verhindern sowie Kompression auf Frakturspalten geben. Zusätzlich können Platten von innen, von aussen oder beidseitig an das Schienbein angelegt werden und die Fraktur neutralisieren.

Kontakt und Termine am Trauma Zentrum Hirslanden (Zürich)

PD Dr. med.

Sandro Kohl

Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Expertenkommission Knie Swiss Orthopaedics, Spezialist Knieorthopädie, Endoprothetik und Sporttraumatologie

Frau Rosalia Scioscia

Sekretariat, medizinische Praxisassistentin

Patientenfälle & Kniechirurgie – PD Dr. Sandro Kohl am Trauma Zentrum Hirslanden (Zürich)

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