Kniegelenknahe Fraktur vom Oberschenkel
Diese Frakturen zeigen Verformungen der Kniekontur und Achsenabweichungen mit starken Schmerzen und Gehunfähigkeit. Es können lokale Begleitverletzungen vorhanden sein, wobei häufiger Band-, Meniskus- oder Knorpelverletzungen auftreten und weniger Verletzungen von Nerven- und Gefässverletzungen beobachtet werden. Die operative Therapie richtet sich nach dem Ausmass der Gelenkbeteiligung. Ziel ist die anatomische („stufenfreie“) Wiederherstellung der Gelenkfläche.
Hierbei wird zunächst das Gelenk eröffnet, die stufenfreie Reposition hergestellt und dann mit Schrauben der Gelenkblock fixiert. Schlussendlich wird dieser an den Schaft reponiert und mit einer Platte fixiert. Bei ausgeprägten Knochendefekten muss allenfalls körpereigener Knochen, Fremd- oder Kunstknochen verwendet werden, um den Defekt zu füllen. Postoperativ muss strikt Teilbelastung eingehalten werden von ca. 15kg für mindestens 6 bis 10 Wochen.
Frakturen die nicht das Gelenk betreffen heilen i.d.R. problemlos ab, solche die teilweise das Gelenk betreffen können postoperativ in Fehlstellung abheilen mit Fehlstellung der Achse und seitlicher Knieinstabilität und Frakturen die die Gelenkfläche komplett betreffen habe ein hohes Risiko für eine posttraumatische Arthrose im Verlauf.