Knierevision: Wann ist ein Wechsel der Knieprothese nötig?
Die Knierevision – auch Knieprothesenwechsel oder Revisionsoperation genannt – ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem eine bereits eingesetzte Knieprothese (Teil- oder Totalprothese) oder einzelne Prothesenkomponenten ersetzt werden.
In weniger komplexen Fällen genügt der Austausch abgenutzter oder gelockerter Teile, etwa der Femurkomponente (Oberschenkel) oder der Tibiakomponente (Schienbein). Auch das Kunststoff-Inlay kann ersetzt werden, sofern die übrige Prothese noch funktionsfähig ist.
Kompliziertere Revisionen sind notwendig, wenn z. B. Seitenbänder beschädigt oder grössere Knochendefekte vorhanden sind. In solchen Fällen kommen achsgeführte Prothesen mit zusätzlichen Schäften zum Einsatz, die im Knochen verankert werden. Fehlen Knochensegmente im Ober- oder Unterschenkel, kann ein sogenannter Segmentersatz – auch Tumorprothese – verwendet werden.