Teilprothese bei Kniearthrose (Schlittenprothese)
Wenn nur ein Teil des Kniegelenks von Arthrose betroffen ist, bietet eine Teilprothese – auch Schlittenprothese genannt – eine schonende Behandlungsoption. Dabei wird nur das geschädigte Gelenkkompartiment ersetzt, was den Eingriff weniger belastend macht und die Erholungszeit verkürzt.
Die Teilprothese besteht aus zwei Metallkomponenten für Ober- und Unterschenkel sowie einem dazwischenliegenden Kunststoff-Inlay, das die Funktion des Knorpels übernimmt. Die natürliche Biomechanik bleibt weitgehend erhalten. Moderne 3D-Prothesen ermöglichen eine passgenaue Anpassung an die individuelle Anatomie.
Ursachen der Kniearthrose
Kniearthrose entsteht durch Gelenkverschleiss – häufig altersbedingt, aber auch durch Fehlstellungen, Unfälle oder Entzündungen. Anfangs helfen konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und Schmerzmittel. Wenn diese nicht mehr ausreichen, ist eine Teilprothese eine effektive Lösung zur Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung.
Ablauf der Operation
Die Operation dauert rund 60 Minuten und erfolgt unter Voll- oder Teilnarkose. Nach einem Hautschnitt werden die geschädigten Gelenkflächen entfernt und die Prothese zementiert eingesetzt. Bereits kurz nach dem Eingriff ist eine Mobilisation möglich – oft noch am selben Tag. Auch eine Korrektur von Fehlstellungen (z. B. O- oder X-Beine) kann erfolgen. Der Blutverlust ist gering, die Reha beginnt früh.
Lebensdauer von Knie-Teilprothesen nach Operationen: Wie lange halten sie?
Aktuelle Langzeitstudien weisen darauf hin, dass bei korrekter Implantation und erfolgreicher Einheilung ein künstliches Knie-Teilgelenk unter moderater Belastung eine Lebensdauer von über 10 bis 15 Jahren erreichen kann.
Im Laufe dieser Zeitspanne können jedoch Abnutzungserscheinungen an der Knieprothese auftreten, die einen teilweisen oder vollständigen Austausch des künstlichen Kniegelenks erforderlich machen.