Konservative Arthrose-Therapie
PD Dr. med. Sandro Kohl
Kniespezialist am Trauma Zentrum Hirslanden in Zürich
Konservative Therapie der Kniegarthrose | Nicht-operative Therapien
Mit Kniearthrose oder Gonarthrose wird der fortschreitende Verschleiss des Kniegelenks bezeichnet. Eine Arthrose kann grundsätzlich nicht geheilt werden.
Es können wohl die Schmerzen mit speziellen Medikamenten gelindert werden und eine gezielte Physiotherapie (Muskelaufbautraining, Dehnungsübungen) kann die Beschwerden reduzieren.
Die konservativen Therapien bei Arthrose haben zum Ziel die Symptome der Kniearthrose zu bekämpfen. Weder kann die bestehende Gonarthrose rückgängig gemacht noch kann der abgenutzte Knorpel wieder aufgebaut werden.
Wie kann die Kniearthrose konservativ therapiert werden?
Die konservativen Therapien bei Arthrose haben zum Ziel die Symptome der Kniearthrose zu bekämpfen. Weder kann die bestehende Gonarthrose rückgängig gemacht noch kann der abgenutzte Knorpel wieder aufgebaut werden.
Im Anfangsstadium der Arthrose genügt es häufig die schmerzauslösenden Belastungen zu vermeiden. Gewisse Sportarten wie z.B. Velo fahren oder Schwimmen bei Arthrose im Knie werden häufig besser vertragen, als Joggen oder Sportarten mit raschen Richtungswechseln wie Tennis oder Fussball. Weiter hilft der Einsatz von Stöcken beim Wandern oder das konsequente Tragen von Schuhen mit dämpfenden Sohlen. Auch die Gewichtsabnahme bei Übergewicht ist eine wichtige Komponente in der konservativen Therapie und Aktivitätsanpassung.
Ergänzend können entzündungshemmender Schmerzmittel, sogenannte Entzündungshemmung (NSAR, wie Voltaren®, Ibuprofen®) eingenommen werden. Nahrungsergänzungspräparate, sogenannte Knorpelpräparate (Condrosulf®, Structum®) können ebenfalls gern ausprobiert werden.
Physiotherapeutsch können gezielte Übungen zur Kräftigung der Muskulatur und Stabilisierung der Beinachse sowie das Tragen weicher Kniebandagen die schmerzenden Schwellung reduzieren. Eine Kräftigung der Muskulatur führt immer zu geringerer Belastung des Gelenkes.
Schliesslich können Spritzen in das Gelenk selbst (Knieinfiltration) die Therapie unterstützen. Hierbei ist lokalwirksames Kortison das Standardprodukt und kann bis zu 4 Mal im Jahr injiziert werden. Aber auch Schmiermittelspritzen (sogenannte Viskosupplementation, Hyaluronsäure®, Synvisc®) oder Eigenblut-Therapien (PRP) in das Kniegelenk können über einige Monate Linderung bringen.
PD Dr. med. Sandro Kohl – Spezialist für Knieverletzungen, Sportunfälle, konservative & chirurgische Knietherapien | Trauma Zentrum Hirslanden (Zürich)
Facharzt (FMH) für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates